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  • Marie Bernal

Live your dream - Mein Weg in die Selbstständigkeit


Oft werde ich gefragt ob ich Tipps geben kann, wie man den Weg in die Selbstständigkeit einschlagen kann. Mädels glaubt mir, richtige Tipps gibt es nicht direkt.


Bei mir begann alles vor 30 Jahren, ich lernte meinen Mann kennen und bin aufgrund der Liebe von Spanien nach Deutschland gezogen. Allein hier war es schon schwierig sich die erste Zeit einzuleben, ein neues Land, eine neue Sprache lernen und natürlich die weite Entfernung zu meiner Heimat in Spanien. Viele fragen mich auch wie ich auf die Idee kam mich mit Bridalwear zu beschäftigen, aber hier muss ich sagen, dass der Ursprung bei meinem Onkel lag. Mein Onkel arbeitete in einem Unternehmen, welches Kleider produzierte, hier haben mich die Brautkleider ganz besonders inspiriert. Die Einblicke in die Produktion waren für mich super interessant.

Als bei uns dann die Kinderplanung anstand machte ich mir viele Gedanken. Ich dachte mir was kann ich machen, um meine Kinder nicht zu vernachlässigen, was mir Spaß macht und was ich von zu Hause machen kann? Es muss doch einen Kompromiss geben, damit ich all diese Punkte unter einen Hut bringen kann!

Gedacht, gesagt, getan!



Und auch wenn es heute nicht danach aussieht, aber ich habe einfach von zu Hause aus verkauft, Tatsache! Wir haben in der unteren Etage ein Brautatelier eingerichtet und ich konnte meine Termine so legen, wie ich lustig war. Nach und nach hat sich sowas natürlich rumgesprochen und ich hatte somit ein „Hobby“, womit ich mein Geld verdienen konnte aber auch meine Mutterrolle komplett genießen konnte.

Irgendwann aber kam dann dieser Moment an dem ich meine Augen öffnete und unser Haus gefühlt VOLL war mit Brautkleidern! Ich dachte mir „Oweia wohin damit?“

Eins stand fest, ich brauche etwas größeres. Allerdings muss ich hier sagen, dass ich nicht immer geöffnet hatte, bis dato habe ich das Geschäft immer noch alleine geführt, erst nach ca. 3 Jahren habe ich ein paar von meinen tollen Mädels zur Unterstützung eingestellt. Aber dennoch war alles eher klein gehalten, denn ihr müsst bedenken etwas wie ein Navigationssystem oder Social Media gab es noch nicht, deswegen waren wir nicht so „greifbar“ wie heute.


Viele stellen mir auch die Frage: „Marie hattest du keine Angst, dass es schief läuft?“

Na klar! Es ist ganz normal, dass es Phasen gibt, die sehr schwer sind, aber ebenso gibt es auch Phasen, wo es wirklich nicht besser laufen kann. Und auch bei mir war es teilweise so, dass ich zwei Mal dachte, das wars. Ich war mir fast sicher, dass es keinen Sinn mehr macht dieses Geschäft weiterzuziehen. Am wichtigsten hier ist es einfach an sich selbst zu glauben. So viel Zeit und Arbeit, die ich investiert hatte, das kann ich nicht aufgeben. Zähne zusammenbeißen und weiter dafür kämpfen. Wichtig ist es den Fehler zu finden, warum es nicht funktioniert und diesen dann zu optimieren, klingt leicht? Ist es aber nicht.


2016 änderte sich dann einiges. Viele von euch kennen mich durch die Sendung „Zwischen Tüll und Tränen“. Ich muss gestehen ich war absolut überfordert mit dieser Anfrage und dachte mir, wenn wir mitwirken, dann definitiv eine von meinen Mädels. Ich war nie eine Person, die sich in den Mittelpunkt drängt und war sehr unsicher, ob ich diesen Weg gehen möchte. Meine Tochter war die Person, die mich hier extrem unterstützt hat und mir ein gutes Gefühl gegeben hat, sodass ich mich dann doch dazu entschlossen habe es mal auszuprobieren. Die Produktionsfirma bat mich um ein „Vorstellungsvideo“ bzgl. meiner Person und dem Geschäft und eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass ich eine Absage bekomme, aber es kam anders. Seitdem fühle ich mich wirklich geehrt, dass so viele tolle Bräute eine teilweise extrem weite Reise auf sich nehmen, um unser Geschäft zu besuchen und Ihr wohl wichtigstes „Outfit“ bei uns aussuchen. Ein unbeschreibliches Gefühl. Mit diesen Zeilen möchte ich alle Mädels motivieren und sagen „sei mutig“, denn deine Zukunft liegt nur in deinen Händen.


– Live your dream –